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Automatisierung

Was ist überhaupt diese Automatisierung?

Das Wort selbst klingt für viele Menschen schon wie eine Abschreckung, wie etwas ganz Großes, etwa eine Fertigungsstraße für den Bau eines Wagens. Aber Automatisierungen beginnen viel eher, schon im Kleinen.
Stell Dir mal folgende Situation vor: Du kommst morgens in Dein Büro, startest Deinen Computer und gehst Dir im Anschluss in der Kaffeeküche einen Kaffee holen. Als Du frohen Mutes in Dein Büro zurückkehrst, sitzt jemand in der Ecke und schaut Dich erwartungsvoll an. Dieser „Jemand“ ist eigentlich immer da, er oder sie wohnt für gewöhnlich jedoch in Deinem Computer. Heute lernst Du Deine neue Hilfskraft kennen.

Gib ihm oder ihr einen Namen und ein Gesicht

Wir werden uns in diesem Artikel noch ausgiebig mit dieser Hilfe an Deiner Seite beschäftigen. Stell Dir gerne ein Gesicht vor und vergib gerne einen Namen. Mein Assistent ist ein blaues wuscheliges und putziges Monsterchen hört für mich auf den Namen Vincent Baumeister. Ich wollte die Initialen VB wie Visual Basic haben, finde den Namen Vincent schön und Baumeister erinnert mich immer an die tollen Eifelkrimis von Jacques Berndorf.

Und wie ist er so?

Vincent hat ein paar Eigenschaften, die es zu kennen gilt: Er kennt sich mit fast allen Programmen, die auf Deinem Computer installiert sind, ausgezeichnet aus. Er ist sehr fleißig. Und wenn er eine Aufgabe einmal verstanden hat, führt er diese bis spät in die Nacht oder sogar rund um die Uhr in einer atemberaubenden Geschwindigkeit und fast immer vollkommen fehlerfrei aus.

Da kommen wir auch schon zur Kehrseite der Medaille: Jede Tätigkeit, die Vincent ausführen soll, muss ihm ganz explizit und detailliert erklärt und sehr genau formuliert werden. Er ist richtiggehend begriffsstutzig.
Diese Anweisungen heißen von Programm zu Programm unterschiedlich, etwa Skript oder Makro. In manchen Programmen kann man eine Abfolge von Befehlen einfach aufnehmen und als Makro abspeichern, in anderen Programmen muss dies mit einer Programmiersprache wie Visual Basic in den Office-Programmen oder JavaScript in der Creative Cloud. Seit Kurzem können diese Skripte für Word, Excel und PowerPoint auch in JavaScript geschrieben werden, aber das ist ein anderes Thema.

Wer schreibt diese Skripte?

Erst einmal sei vorn weg gesagt, dass das Schreiben dieser Skripte – wir nennen die Abfolge von Befehlen der Einfachheit halber alle Skripte – keine Raketenwissenschaft ist. Die Software, die Du zum Schreiben dieser Skripte benötigst, bringen die Programme entweder selbst schon mit oder können kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden. Es lohnt sich sicher auf lange Sicht, hier einmal selbst reinzuschnuppern. Aber generell gibt es natürlich Programmiererinnen und Programmierer, die sich auf das Schreiben der Skripte für dieses oder jenes Programm spezialisiert haben. Suche einfach in dem sozialen Business-Netzwerk Deiner Wahl nach z. B. „Word Automatisieren“ und Du bekommst eine ganze Reihe von Ergebnissen.

Einiges ist oft schon an Bord

Viele Programme haben längst einiges an Automatismen an Bord, ohne dass wir uns da als Benutzer groß Gedanken drum machen. In Microsoft Word können wir ohne Pause schreiben, und das Programm kümmert sich ganz allein darum, dass Wörter in die nächste Zeile rutschen, wenn der Platz zu eng wird. Je nach Einstellung wird sogar automatisch eine Silbentrennung vorgenommen. Das war nicht immer so.

In den Programmen der Creative Cloud werden schon eine ganze Reihe nützlicher Skripte mitgeliefert. Probiere sie doch einfach einmal aus, um zu sehen, was alles möglich ist.

Klein anfangen

Es muss ja nicht direkt der komplett automatisierte Workflow zur Erstellung von Drucksachen sein. Auch ist der Import von EXCEL-Tabellen zum Setzen von Preislisten in InDesign vielleicht zu Beginn eine Nummer zu groß. 
Ein von mir beinahe täglich eingesetztes Skript passt mir in Word die Zoomstufe und die Darstellung des Dokumentes an, blendet links die Zeichen- und Absatzzeichen und rechts die Navigation an. Und das auf Wunsch sogar auf Knopfdruck.
Welche Arbeiten machst Du regelmäßig und könntest jemandem erklären, der gar nicht weiß, worum es eigentlich geht. Grundsätzlich gilt: Wenn Du einen Arbeitsablauf erklären kannst, kann man ihn auch programmieren (lassen).

Viel Spaß beim Kennenlernen Deines Assistenten oder Deiner Assistentin.

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